Der Wald als Kindergarten ohne Türen und Wände befindet sich in einem immerwährenden Wandlungsprozess – bedingt durch Wettereinflüsse und Jahreszeiten. Jeden Tag stehen die Kinder wechselnden Szenarien und Herausforderungen gegenüber, die es wahrzunehmen und zu verarbeiten gilt. Um ihrem Bedürfnis nach Verortung und Sicherheit gerecht zu werden, ist es gerade im Waldkindergarten besonders wichtig, immer wiederkehrende Abläufe und Strukturen zu schaffen. Die Unterteilung des Kindergartentages in täglich sich wiederholende, überschaubare Abschnitte, wie Morgenkreis, Freispiel, Vesper etc., festgelegte Plätze für bestimmte Tätigkeiten, die Rituale begleitende Lieder und Verse, sowie Aktivitäten und Angebote, die den Jahreskreislauf thematisieren, unterstützen dies. Die dadurch entstehende Vorhersehbarkeit schafft neue Freiräume und ermöglicht es den Kindern, sich neugierig und vertrauensvoll anderen Dingen zuzuwenden, sich Selbstbildungsräume zu erschließen und Explorationsverhalten zu entwickeln.

 

8:00-8:30 Uhr Bringzeit Ankunft am Sammelplatz bzw. Bauwagen Freispiel (evtl. gezielte Tätigkeit z. B. Bollerwagen packen…)

8:30 Uhr Morgenkreis Begrüßung mit Begrüßungslied, gemeinsame Entscheidung über den Tagesverlauf

8:45 Uhr Aufbruch/ Wanderung zum Waldplatz Freispiel

      

ca. 10:30 Uhr Händewaschen, Fingerspiel oder Lied gemeinsames Vesper mit evtl. Vorlesen

 
ca. 11:00 Uhr Freispiel je nach Witterung im Wald oder am Sammelplatz Aktivitäten für Klein- und Großgruppen Rückkehr zum Sammelplatz

12:15 Uhr Abschlusskreis

12:30 Uhr erste Abholzeit

13: 00 Uhr Händewaschen und zweites Vesper

13:30 Uhr -14:00 Uhr zweite Abholzeit